HARALD WEILER REGISSEUR

Aspirin un Elefanten

von Jerry Mayer

Ohnsorg Theater Hamburg
Premiere: 12.04.2015
Regie: Harald Weiler
Bühne: Katrin Reimers
Kostüme: Christine Jacob
Besetzung
  • Jürgen Uter (Steffen Frank)
  • Beate Kiupel (Hanni Frank)
  • Birthe Gerken (Stephanie Grams)
  • Birte Kretschmer (Elli Noelke)
  • Till Huster (Sven Grams)
  • Oskar Ketelhut (Arnold Noelke)

Kultur.Port 14. April 2015

Die Premierenfeier hatte Orkanstärke

Kaum hebt sich der Vorhang, schon braust der Applaus. Berechtigt, für das, was Katrin Reimers und das Ohnsorg-Team auf die Bühne gebracht haben. Wir befinden uns auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff mit Panoramablick über blaues Meer und leuchtende Sonne. (…) Es gibt also 3 Paare, 3 Kabinen (…) In der Enge der Kabinen, wird die Enge ihrer Beziehungen deutlich. Frust macht sich breit, der Ton wird aggressiv, keiner kann ehrlich über seine Gefühle reden. Doch,doch, das Stück ist wirklich eine Komödie. Zeitlos, mit handfesten Menschen, nicht übertrieben gezeichnet, mit Problemen die jeder kennt. Zum Weinen und zum Lachen (…) Harald Weiler hat Regie geführt. Jeder Figur hat er eine Besonderheit gegeben, einen kleinen Tick, der als Subtext die Figur charakterisiert. Alle 6 Schauspieler sind einfach hinreißend.

Ob Hypochonder oder Mutti, Großmaul oder Zicke, Muffel oder Ökofrau, alle wachsen einem ans Herz auf dieser Reise. Weil sie sich so spielerisch, kaum merkbar, verändern. Und wir für 2 Stunden mit ihnen. Unbedingt buchen!

Hamburger Abendblatt 14. April 2015

Auf dem Schiff kann niemand vor seinen Problemen davonlaufen

(…) Diesen Beziehungsstress hat Harald Weiler mit Sinn für das richtige Timing in Szene gesetzt. Der erfahrene Regisseur inszeniert zum ersten Mal am Ohnsorg und erreicht mit seiner Arbeit das durchweg hohe Niveau, das an diesem Haus Standard ist. Geschickt hat er mit Katrin Reimers die Bühne gestaltet. Im Hintergrund liegt die geräumige Luxussuite von Steffen und Hanni mit Blick auf das strahlend blaue Meer, im vorderen Teil sind die zwei engeren Kabinen der Schwestern nebeneinander gebaut. Es muss während der zweieinviertel Stunden nicht umgebaut werden, was dem Tempo der Inszenierung gut bekommt. Erneut wurde das beeindruckende Bühnenbild vom Publikum beklatscht, bevor überhaupt ein Satz gesprochen wurde. (…) Am Ende gibt es langen und verdienten Beifall für Schauspieler und Regie. Auch Jerry Mayer ist höchst angetan von der Inszenierung.